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Pestizide bringen Bienen um  (Archiv) 

Für die Untersuchung wurden Bienen mit winzigen RFID-Chips ausgestattet, die dazu dienten, die Flugrouten der Insekten zu ermitteln. foto: science/aaas
Archiviert: 10.05.2012
Sogenannte Neonicotinoide stehen in Verdacht, zum Bienensterben beizutragen - Zwei Studien brachten nun den Nachweis, wie verheerend die Substanzen auf Bienen und Hummeln wirken


Seit mehreren Jahren stehen sie in dringendem Verdacht. Nun sind sie endgültig als Täter überführt. Die Rede ist von sogenannten Neonicotinoiden, einer Gruppe von Pestiziden, die synthetisch hergestellte nikotinartige Wirkstoffe enthalten und als Nervengift wirken.

Mit dem Insektizid, das seit den 1990er-Jahren verwendet wird, sollen unter anderem Maispflanzen vor dem Maiswurzelbohrer geschützt werden. Dem Gift fallen indes nicht nur die Schädlinge zum Opfer, sondern es trägt auch zum dramatischen Bienen- und Hummelsterben bei, was spätesten seit einer Untersuchung aus dem Jahr 2008 vermutet wird.

Zwei neue Studien im US-Fachblatt Science (online) konnten nun aber auch experimentell den Nachweis erbringen, dass Hummeln und Bienen massiv geschädigt werden. Und sie werden wohl für neue Diskussionen sorgen - zumal auch in Österreich, wo die Auflagen für den Einsatz von Neonicotinoiden "vergleichsweise wenig streng" sind, wie Helmut Burtscher von der Umweltschutzorganisation Global 2000 sagt.

Bienen mit Mikrochips

Für die Bienenuntersuchung nützten die Forscher um Mickael Henry (Agrarforschungsinstitut in Avignon) eine neuartige Technologie: Sie klebten winzige Mikrochips an die Körper der Versuchsbienen, die einer hohen Dosis des Insektizid Thiamethoxam ausgesetzt wurden. Die RFID-Chips dienten dazu, die Flugrouten der Bienen zu ermitteln.

Wie die Forscher berichten, war der Orientierungssinn der Bienen, die mit dem Gift auf Neonicotinoid-Basis in Berührung kamen, gestört. Wenn sie etwas weiter vom Stock entfernten, fanden sie nicht mehr zurück. Das Risiko, bei einem Ausflug zu sterben, war für die vergifteten Bienen zwei- bis dreimal so hoch wie bei den gesunden.

Für die Hummelstudie wiederum testeten Wissenschafter um Dave Goulson (Uni Stirling), wie sich das verwandte Pestizid Imidacloprid auf Hummeln auswirkte. Auch hier zeigten sich schleichende aber dramatische Folgen: Die mit einer üblichen Giftdosis belasteten Kolonien waren im Durchschnitt acht bis zwölf Prozent kleiner als die Kontrollgruppe. Zudem entdeckten Goulson und seine Kollegen, dass die behandelten Hummeln etwa 85 Prozent weniger Königinnen hervorgebracht hatten.

Quelle: tasch, DER STANDARD

Leo12, 10.04.2012

Thema: Bienesterben

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