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AGES-Studie verharmlost Auswirkungen der bienenschädigenden Pestizide  (Archiv) 
Archiviert: 22.03.2011
GLOBAL 2000 warnt vor weiterem Bienensterben durch Agrargifte - AGES-Schlussfolgerung nicht nachvollziehbar


Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert die Schlussfolgerungen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zum Bienensterben durch insektizide Beizmittel als nicht nachvollziehbar und verharmlosend. "2010 war bereits das dritte Jahr in Folge, in dem zahlreiche Bienenvölker nachweislich durch Maisbeizmittel vergiftet wurden. Entgegen dieser Tatsache behauptet die AGES jetzt, dass die gesetzlichen Auflagen für insektizide Beizmittel greifen würden. Aus den veröffentlichten Daten geht dies jedoch keineswegs hervor", so Daniela Hoffmann, Chemie-Expertin von GLOBAL 2000.

Der von der AGES vorgelegte Zwischenbericht zum Forschungsprojekt 'MELISSA' wurde keinem statistischen Test unterzogen, der eine solche Aussage bestätigen könnte. "Die Autorinnen und Autoren der Studie bleiben eine Erklärung schuldig, inwiefern die risikominimierenden Auflagen tatsächlich greifen. Sie beziehen sich lediglich auf Einzelfälle, die nicht stellvertretend für eine Gesamtentwicklung dienen können", so Hoffmann.
Es gäbe keinen Grund zur Entwarnung, so die UmweltschützerInnen. Im Gegenteil, der Bericht belegt sogar einen Anstieg der mit Clothianidin angereicherten Proben von Bienenbrot. Dieses besteht aus von Bienen gesammelten fermentierten Pollen und wird im Bienenstock gelagert. "Dieses alarmierende Detail wird in der Evaluierung nicht beachtet. Es ist nicht nachvollziehbar, wieso die AGES behauptet, es habe 2010 weniger Vergiftungsfälle bei Bienen gegeben als 2009. In diesem Zeitraum ist sogar eine steigende Anzahl von Vergiftungsmeldungen durch ImkerInnen belegt. Die Frage muss erlaubt sein, in wessen Interesse dieser Bericht veröffentlicht wird. Zum Schutz der Bienen sicher nicht", kritisiert Hoffmann.

Neonicotinoide Pestizide, wie zum Beispiel Clothianidin, die zur Saatgutbeizung vor allem im Maisanbau zum Einsatz kommen, sind höchst bienengefährlich und tragen auch in Österreich erheblich zum Bienensterben bei. Die Anwendung könnte gänzlich ausgesetzt werden, da die bekämpften Schädlinge, hauptsächlich Drahtwürmer und der Maiswurzelbohrer durch eine Fruchtfolge kontrollierbar sind. GLOBAL 2000 fordert seit Jahren ein Verbot von neonicotinoiden Pestiziden. "Es ist nicht einzusehen, dass Steuergelder für lückenhafte und nicht aussagekräftige Studien ausgegeben werden, die nur dazu dienen, wirksamen Bienenschutz aufzuschieben. Den Bienen ist mit einem Verbot zu helfen, während die risikominimierenden Auflagen, die in Österreich gelten, bestenfalls einen Tropfen auf dem heißen Stein darstellen", so Hoffmann.

redimker, 20.02.2011

Thema: Bienesterben

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Leser-Beiträge

* Fehlinterpretation der Studie durch bewußtes Waglassen
(Von: Webuser:IM Josef Holzweber am 14-03-2011 08:25:04)    Antwort   
Die Studie von Dr. Moosbeckhofer belegt sehr eindrucksvoll und fundiert, wie schädlich die Neonicotinoide als Beizmittel für die Bienen und auch andere Insekten und Bodenlebewesen sind.
Die bewußte und daher eigentlich verbrecherische Fehlinterpretation durch die politischen Vertreter der Landwirtschaft entsteht dadurch, daß im Honig keine Rückstände dieser Mittel zu finden sind, weil die Bienen gar keinen Nektar oder Wasser in den Bienenstock zurückbringen können, weil sie vorher absterben.
Außerdem wird in der Studie gänzlich vernachlässigt, daß nicht nur Honig, sondern auch Blütenpollen ein Bienenprodukt ist, und da würde das Ergebnis vermutlich völlig anders aussehen, denn die Bienen fressen den Pollen nicht sofort, sondern lagern ihn in den Waben ab. Die Probleme bzw. Bienenschäden kommen dann erst bei der Erzeugung der Winterbrut, wenn der Pollen verwendet wird.


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