Home - Klick hier! www.imkerverband.at
 
Home   News & Notiz   Katalog   Info   Anmeldung
Home - Klick hier!
Home
News & Notiz
 + eigene News gestalten
Kalender
Markt
Mitglieder
Adressen
Info
Kontakt

Anmelden
Als neuer User
bei der Gemeinschaft
Imkerverband anmelden.
Klick hier

Mitglieder-Login
UserName: 
Kennwort:  

Kennwort vergessen?
Neu Anmeldung

Newsletter
Anmelden beim
Imkerverband-Newsletter
klick hier




« zurück
Warum es so viele Orchideenarten gibt  (Archiv) 

Disa linderiana lebt in Gebirgsregionen Südafrikas. Ein internationales Forscherteam hat sich die Wechselwirkungen der Orchideen mit anderen Lebewesen genauer angesehen.
Archiviert: 23.01.2011
Wechselwirkungen mit anderen Lebewesen hatten wesentliche Bedeutung für die Entstehung der Diversität


Mit insgesamt 22.500 Spezies sind Orchideen heute die artenreichste Pflanzenfamilie. Wie ist diese ungewöhnliche Artenvielfalt zu erklären? Eine internationale Forschergruppe konnte diese Frage zumindest teilweise aufgeklärt: Wechselwirkungen mit anderen Lebewesen haben einen entscheidenden Anteil daran, dass Orchideen in so großer Diversität entstanden sind und nebeneinander existieren können.

"Eine Hand wäscht die andere" - dieses Prinzip des wechselseitigen Nutzens gilt auch in der Welt der Tiere, Pflanzen und Pilze. Insekten sichern den Fortbestand von Pflanzen, indem sie deren Pollen von einer Blüte zur nächsten transportieren. Während der Bestäubung ernähren sie sich vom Nektar, den die Pflanzen in ihren Blüten absondern. Im Boden wiederum bilden sich Wurzel-Pilz-Netzwerke, in denen Pilze lebenswichtige Mineralien den Pflanzen zuliefern. Als Gegenleistung werden sie von den Pflanzen mit Zucker versorgt.

Die Forschergruppe hat beide Formen der Wechselwirkung mit anderen Organismen hinsichtlich der Frage verglichen, ob und wie sie sich auf die Artenvielfalt im Pflanzenreich auswirken. Die Untersuchungen konzentrierten sich dabei auf 52 Orchideenarten, die in Südafrika beheimatet sind und der Gruppe der Coryciinae angehören. Alle diese Arten produzieren in ihren Blüten Ölsekrete. Bienen sammeln das Öl, um damit ihre Larven zu ernähren, und übertragen dadurch die Pollen der Orchideen.

Das Ergebnis des Projekts: Unterschiedliche Mechanismen, durch die Orchideen und Bienen bei der Bestäubung miteinander in Kontakt kommen, aber auch die Artenvielfalt der Bienen tragen ursächlich dazu bei, dass neue Orchideenarten entstehen. Unterirdische Stoffaustauschprozesse mit Pilzen haben hingegen keinen Einfluss auf die Entstehung neuer Orchideenarten. Wohl aber tragen sie dazu bei, dass Orchideenarten in großer Vielfalt gemeinsam am selben Standort wachsen und gedeihen können.

Harmonisches Zusammenleben durch Pilzverbindungen im "Keller"

Isotopenchemische Analysen ergaben, dass Orchideenarten, die nur entfernt miteinander verwandt sind, verschiedene Pilzarten als Partner wählen. So können sehr unterschiedliche Orchideenarten in räumlicher Nachbarschaft leben, ohne dass sie sich lebenswichtige Nährstoffe streitig machen. Falls diese Orchideen sich dann weiterverbreiten, kooperieren sie mit den gleichen Pilzarten, von denen sie auch in ihren ursprünglichen Siedlungsgebieten mit Mineralien versorgt wurden.

Ein Unterschied zeigt sich allerdings im Vergleich mit nahe verwandten Orchideenarten: Diese suchen sich meistens Pilze der gleichen Art als Partner, so dass sie bei der Mineralstoffversorgung miteinander im Wettbewerb stehen.

Bienen sorgten für Artenvielfalt

Evolutionsbiologen annehmen, dass Orchideen möglicherweise erst vor rund 80 Millionen Jahren entstanden sind. Abere wie konnten die heute weit über 20.000 Arten den ersten "Ur-Orchideen" hervorgehen? Die Wegbereiter dieser schnellen Ausdifferenzierung sind, wie das internationale Forscherteam zeigen konnte, die Bienen. Wenn Orchideen in neue Standorte vordringen, müssen sie sich häufig an die dort lebenden anderen Bienenarten anpassen, damit der Transport der Pollen gewährleistet ist. Aus diesen Anpassungsleistungen können neue Orchideenarten entstehen.

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Verschiedene Orchideenarten, die in enger Nachbarschaft leben und von Bienen derselben Art bestäubt werden, platzieren ihre Pollen an unterschiedlichen Stellen derselben Biene - beispielsweise auf verschiedenen Abschnitten ihres Vorderbeins. Diese Beobachtung spricht nach Auffassung der Wissenschafter für die Annahme, dass das Bestreben der Orchideen, den Körper der Bienen optimal für die Pollen-Übertragung zu nutzen, erheblich zur Herausbildung verwandter Orchideenarten beigetragen hat.

The American Naturalist: The Effects of Above- and Belowground Mutu...tence

olavb, 24.12.2010

Thema: k.D.

Bitte vergeben Sie für diesen Artikel eine Note
zwischen +3 (lesenswert) und -3 (nicht lesenswert)

Artikel bewerten:
+3 +2 +1 0 -1 -2 -3

  Aktuelle Auswertung:
Gesamtbewertung (Alle Punkte): 0

Plus: , Neutral: , Minus: 0
  0 = neutral (Artikel zur Kenntnis genommen)


Leser-Beiträge
Hinterlassen Sie hier Ihre Informationen oder Anmerkungen, für andere Leser.
Jetzt ohne Anmeldung!

 neuen Eintrag erstellen 
© Freier Imkerverband 2005