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Motivationshilfe für Hummeln  (Archiv) 
Archiviert: 30.10.2008
London - Hummeln als Bestäuber in Gewächshäusern erfreuen sich immer größer Beliebtheit. Doch, bedauerlicherweise verweigern sie manchmal den Dienst! Laut englischer Wissenschaftler spielen neben Futterpflanzen und Versorgungsstatus des Hummelvolkes, Pheromone eine entscheidende Rolle, ob Sammlerinnen ausschwärmen und ob weitere Sammlerinnen aus dem Heer der Arbeiterinnen rekrutiert werden. Eine künstliche Erhöhung der Pheromone steigert in der Studie, die Anzahl an Sammlerinnen.


Bei den sozialen Insekten wie Hummeln, Bienen oder Ameisen herrscht Arbeitsteilung. Es gibt eine Königin; unzählige Arbeiterinnen, die sich um die Brut oder die Infrastruktur des Stockes kümmern und Arbeiterinnen, die Nektar sammeln. Werden die Vorräte an Nektar knapp, werden zusätzlich Arbeiterinnen zum Nektarsammeln rekrutiert. Doch Nektar sammeln ist gefährlich, zeit- und energieaufwendig, weshalb die Entscheidung den Stock zu verlassen, für eine Arbeiterin nicht immer ökologisch sinnvoll ist.

Welche Faktoren bei der Umschulung einer Arbeiterin zu einer Sammlerin beteiligt sind, untersuchten Mathieu Molet und Niegel Raine von der Queen Mary Universität London. In ihrer Veröffentlichung im Fachmagazin „Behavioral Ecology and Sociobiology“ zeigen sie, dass nicht allein das Vorhandensein von Futterpflanzen oder der Ernährungszustand der Kolonie den entscheidenden Impuls bei der Arbeiterin auslöst. Erst das Zusammenspiel von Sammlerinnen-Pheromon und dem Ernährungszustand der einzelnen Arbeiterin leitet die Umschulung ein.

Normalerweise kommen die Sammlerinnen von einer Futtersuche zurück und geben ein Pheromongemisch im Stock ab, während der Nektar in Honigtöpfen gespeichert wird. Die vollen Honigtöpfe signalisieren den Arbeiterinnen, die gute Versorgungslage des Stockes. Gleichzeitig signalisieren diese vollen Töpfe den Sammlerinnen, dass sie ihre Nektarsuche reduzieren können. Folglich sinkt der Pheromon-Anteil. Der Bedarf an zusätzlichen Sammlerinnen ist also unter diesen Bedingungen nicht gegeben.

Bedauerlicherweise ist in Gewächshäusern das Angebot an Futterpflanzen mehr als reichlich und so reduzieren Sammlerinnen schnell ihre Bestäubungsaktivitäten, obwohl noch nicht alle Pflanzen bestäubt wurden.

Molet und Raine zeigen in ihrer Arbeit, dass sie diesen Effekt kompensieren und umkehren können. Sie platzierten dazu am Eingang von künstlichen Hummelstöcken zusätzliche Pheromonreservoirs. Dabei zeigte sich, dass eine Pheromonmischung aus Eukalyptol, Farnesol und Ocimen, welches in seiner Zusammensetzung dem natürlichen Sammlerinnen-Pheromon entspricht, den stärksten Effekt auf die Arbeiterinnen hatte. So konnten sie zeigen, dass selbst bei einer guten Ernährungslage allein durch das Pheromongemisch 37 Prozent mehr Sammlerinnen ausschwärmten, als ohne diese zusätzliche Motivationshilfe.

Die Wissenschaftler wollen noch überprüfen, wie lange diese künstliche Motivationshilfe anhält und ob der Effekt gesteigert werden kann. Doch gehen sie davon aus, dass ihre Erkenntnisse bald in den kommerziellen Gewächshäusern angewendet werden.

Quelle: Behavioral Ecology and Sociobiology Journal (DOI 10.1007/s00265-008-0623-3)

Webseite dicer37, 24.09.2008

Thema: Imkerinfo

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