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Zwei Millionen Euro Entschädigung für Imker am Oberrhein  (Archiv) 
Archiviert: 08.09.2008
Mehr als zwei Millionen Euro bezahlt das Unternehmen Bayer Crop Science den etwa 700 geschädigten Imkern am Oberrhein, nachdem über 11.000 (bis 11.500) Bienenvölker durch den Wirkstoff Clothianidin verendet bzw. stark geschädigt sind, informierte Anfang August das Land Baden-Württemberg.


Wie bereits mehrfach berichtet, kam es im heurigen Frühjahr insbesondere am Oberrhein zu einem massenhaften Bienensterben durch den Einsatz des Nervengiftes Clothianidin. Verantwortlich dafür war das unsachgemäß gebeizte Maissaatgut "Poncho" der Firma Bayer Crop Science, das - im Gegensatz zu ebenfalls mit Clothianidin behandeltem Rapssaatgut - inzwischen nicht mehr verwendet werden darf.

"Der Schädigungsgrad sei sehr unterschiedlich", so der baden-württembergische Landwirtschaftsminister, Peter Hauk (CDU). Vor allem bei kleinen Bienenvölker seien besonders hohe Verluste aufgetreten, man rechne mit einer Schädigung bei den Völkern von 20 bis 80 Prozent. Die zwei Millionen Euro sollen sowohl den Einkauf neuer Bienen als auch entgangene Ernteerträge abdecken.

Anfang August verlautete das Stuttgarter Agrarministerium, dass die geschädigten Imker vor kurzem Post vom Regierungspräsidium Freiburg erhalten hätten. "Je nach Schädigungsgrad erhält ein Imker 80 bis 350 Euro pro Volk", erklärte Pressesprecherin Isabell Kling. Hinzu kommen für Ernteausfälle 6,50 Euro pro Kilo Honig sowie 2,50 Euro zur Entsorgung im Acherner Maiwald gebrachter Pollenwabe. Das ergebe die etwas mehr als zwei Millionen Euro.

Abwicklung schnell und großzügig

Peter Schulze, Kreisvorsitzender der Ortenauer Imkervereine (allein in diesem Ortskreis sind 6.300 Völker geschädigt), ist erleichtert: "Ich bin sehr zufrieden, dass die Abwicklung so schnell und großzügig gegangen ist." Um in Zukunft solche massiven Ausfälle und Schäden in der Imkerei zu vermeiden, sei es aber wichtig, regelmäßig im Voraus Untersuchungen weiterzuführen.
Positiv sieht Schulze auch dem Bienenjahr 2009 entgegen: Die geschädigten Völker sollten sich nach und nach erholen, wenn sie ab August entweder mit Zuckerwasser oder anderem Ersatzfutter aufgepäppelt werden. Zudem sollten Imker gerade bei geschwächten Völkern besonderes Augenmerk auf den Befall durch die Varroa-Milbe legen und jetzt die notwendigen Schritte einleiten.

Abschließend hat Peter Schulze noch ein weiteres Anliegen: "Das Vertrauensverhältnis zwischen Imkern, Land- und Forstwirtschaft sowie Obstbau darf nicht verloren gehen." Die meisten dort verwendeten Pflanzenschutzmittel seien bienenfreundlich und die wirtschaftlichen Aspekte für die Landwirtschaft dürften nicht vergessen werden.

Entschädigungszahlungen

Nach Auskunft des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum wurden alle Imker angeschrieben und auch über die Imkereiverbände verständigt. Einige der betroffenen Imker haben sich bei den Regierungspräsidien bzw. den zuständigen Landratsämtern auch selbst gemeldet.

Wo und wie Sie die Entschädigung erhalten:

Durch einen Antrag, der über das Landwirtschaftsamt beim Regierungspräsiduim in Freiburg eingebracht werden muss, können Forderungen in dieser Richtung beantragt werden.

Das Landwirtschaftsamt des Regierungspräsidiums in Freiburg dient auch als Ansprechpartner für Fragen zum Thema Entschädigungszahlungen und darüber hinaus.

Weitere Informationen erhalten Sie daher unter:
http://www.rp-freiburg.de

Lesen Sie dazu auch die Info vom 14. August 2008 des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum:
http://www.imkerverband.at/index.php?id=5132&d=a&rr=&i=NuN

red, 09.08.2008

Thema: Bienesterben

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Leser-Beiträge

* Eine Biene ist keinen halben Cent wert
(Von: biene am 09-08-2008 23:43:36)    Antwort   
Vorab: Selbstverständlich ist es begrüßenswert, dass Bayer Crop Science die Verantwortung für den entstandenen Schaden übernimmt - und zwar in jeder Hinsicht. Und mit dem Folgenden möchte ich diese weitreichende Großzügigkeit keineswegs schmälern.

Jedoch: So großzügig die Summe von zwei Millionen Euro ist - und keine Frage, das ist viel Geld -, unterm Strich ist eine Biene in Deutschland keinen halben Cent wert. Dazu eine kleine Rechenaufgabe:
Das Land Baden-Württemberg spricht von 11.000 betroffenen Bienenvölkern, in der Presse liest man von bis zu 11.500. Wenn nun hochgerechnet ein Volk aus durchschnittlich 40.000 Bienen besteht, sprechen wir hier von 440 Millionen Bienen aus 11.000 Völkern. Bayer Crop Science bezahlt mit zwei Millionen Euro also umgerechnet 0,45 Cent.


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