Home - Klick hier! www.imkerverband.at
 
Home   News & Notiz   Katalog   Info   Anmeldung
Home - Klick hier!
Home
News & Notiz
 + eigene News gestalten
Kalender
Markt
Mitglieder
Adressen
Info
Kontakt

Anmelden
Als neuer User
bei der Gemeinschaft
Imkerverband anmelden.
Klick hier

Mitglieder-Login
UserName: 
Kennwort:  

Kennwort vergessen?
Neu Anmeldung

Newsletter
Anmelden beim
Imkerverband-Newsletter
klick hier




« zurück
Jede vierte Biene in Oberösterreich stirbt  (Archiv) 

Varroa-Milbe
Archiviert: 14.05.2008
20.000 der 80.000 Bienenvölker im Land ob der Enns wurden vernichtet. Dazu Christian Boigenzahn, Imkerei-Experte des Landesverbandes für Bienenzucht: „So groß wie heuer waren die Ausfälle bisher nur im Jahr 2002 – auch damals wurden durch die Parasiten in Oberösterreich 25 Prozent der Bienenvölker getötet.“


In anderen Teilen Europas starben sogar bis zu 40 Prozent der Honigbienen. Der Schaden für die 7000 Imker im Land wird vom Experten auf drei Millionen Euro (150 Euro pro Volk) geschätzt. Boigenzahn: „Bienen sind sehr viel mehr als Honigproduzenten. Die 20.000 Völker fehlen im Frühjahr beim Bestäuben der Pflanzen, zum Beispiel von Obstkulturen.“ Der volkswirtschaftliche Bestäubungswert von einem Bienenvolk wurde laut Boigenzahn pro Jahr mit 800 Euro errechnet.

Durch den Ausfall der 20.000 Völker könnte allein beim Bestäuben ein Schaden von 16 Millionen Euro entstehen. Boigenzahn: „Bienen vermehren sich zum Glück sehr rasch. Der Völkerverlust könnte bei optimaler Unterstützung durch die Imker im Sommer ausgeglichen werden.“

Eine Ursache für die heuer weit über dem Durchschnitt liegenden Ausfälle (im Vorjahr: zehn bis zwölf Prozent) war der extrem milde Winter 2006/2007. Boigenzahn: „Milde Winter sind schlecht für die Bienen, weil sie dann weiter ihre Brut aufziehen, statt eine Pause zu machen. Die Varroa-Milben können sich dann in den Larven rasant vermehren.“

Eine Umfrage bei den Ortsgenossenschaften ergab, dass es in allen Landesteilen Verluste gibt. Boigenzahn: „Manche Imker haben alle Bienenvölker verloren, andere, zum Teil im selben Bezirk, überstanden den Winter ohne Ausfälle.“ Der Kampf gegen die vor 25 Jahren aus Südostasien eingeschleppte Milbe sei schwieriger und zeitaufwändiger geworden. Synthetische Mittel, die diese Parasiten 15 Jahre in Schach hielten, wirken nicht mehr.

Neue Mittel gegen Milben

Boigenzahn: „Der Imker soll im Juli nach der Honigernte im Bienenstock genau dosierte Ameisensäure verdampfen lassen. Im Winter werden Oxalsäure-Präparate versprüht. Mit Diagnoseblechen, auf denen sich tote Milben sammeln, wird überprüft, wie weit die Maßnahmen gewirkt haben.“

Die Varroa-Milbe ist circa zwei Millimeter lang, durchsticht den Chitinpanzer der Bienen und saugt ihr Blut. Für die Biene ist die Milbe so groß wie für Menschen ein Kaninchen.

Redaktion, 12.05.2008

Thema: Bienesterben

Bitte vergeben Sie für diesen Artikel eine Note
zwischen +3 (lesenswert) und -3 (nicht lesenswert)

Artikel bewerten:
+3 +2 +1 0 -1 -2 -3

  Aktuelle Auswertung:
Gesamtbewertung (Alle Punkte): 0

Plus: , Neutral: , Minus: 0
  0 = neutral (Artikel zur Kenntnis genommen)


Leser-Beiträge
Hinterlassen Sie hier Ihre Informationen oder Anmerkungen, für andere Leser.
Jetzt ohne Anmeldung!

 neuen Eintrag erstellen 
© Freier Imkerverband 2005