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Bienen: Erinnerung von links  (Archiv) 

Archiviert: 04.07.2008
Auch im Gehirn der Honigbiene herrscht eine bemerkenswerte Arbeitsteilung, belegen Versuche eines australisch-italienischen Forscherduos. Die Signale aus den beiden Fühlern der Immen wecken demnach unterschiedlich alte Erinnerungen: Der rechte Fühler spricht eher das Kurzzeitgedächtnis an, der linke eher das Langzeitgedächtnis.


Dieses Resultat könnte verstehen helfen, warum Hummeln einer Art Blütenstände meist in der gleichen Richtung umkreisten, so Lesley Rogers von der University of New England und Giorgio Vallortigara von der Università degli Studi di Trento.

In jedem Fall belege es, dass die Seiten-Spezialisierung des Gehirns, wie sie von Menschen und anderen Wirbeltieren längst bekannt sei, auch bei Wirbellosen auftrete. “Die Lateralisation scheint eine notwendige oder sehr vorteilhafte Eigenheit eines jeden Gehirns mit paarigen Sinnesorganen zu sein”, schreiben die Forscher im Fachblatt “PLoS One”.

Erst kürzlich war beobachtet worden, dass Bienen sich neue Gerüche, die sie lediglich mit dem linken Fühler wahrnehmen, nur schlecht merken können. Rogers und Vallortigara gingen nun der Frage nach, wie dieses Ungleichgewicht zustande kommt.

Dazu brachten sie Honigbienen (Apis mellifera) bei, Zitronenduft mit Zuckerlösung in Verbindung zu bringen. Nahmen die Tiere diesen Duft wahr, streckten sie daher ihren Saugrüssel aus. Eine Stunde nach dem Training funktionierte das allerdings nur, wenn der rechte Fühler nicht vorübergehend mit etwas Silikon abgedeckt war. Ab der sechsten Stunde nach dem Training musste dagegen der linke Fühler frei sein, um den Reflex auszulösen.

Ähnliche Resultate erhielten die Forscher, wenn beide Fühler frei waren und der Tropfen mit der Zitronenessenz von links bzw. rechts an den Kopf der Tiere herangeführt wurde. Daher müsse sich das Phänomen auch unter natürlichen Bedingungen bei der Suche nach lohnenden Nektarquellen auswirken, folgern Rogers und Vallortigara. Vielleicht helfe es, eine Überlagerung von neuen Eindrücken und alten Erinnerungen zu vermeiden. Dies könnte umso günstiger sein, als die Nektarproduktion der Blüten im Tagesverlauf variiere.

Forschung: Lesley J. Rogers, Centre for Neuroscience and Animal Behaviour, University of New England, Armidale, und Giorgio Vallortigara, Dipartimento di Scienze della Cognizione e della Formazione, Università degli Studi di Trento, Rovereto

Veröffentlichung PLoS One, Vol. 3(6), e2340, DOI 10.1371/journal.pone.0002340

Redaktion, 04.06.2008

Thema: k.D.

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