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Überlegungen zur Imkerei.

Fragen an erfahrene Imker.

Hallo,

Ich bin ernsthaft damit beschäftigt ein Hobby-Imker zu werden.

Jetzt Anfang April 2015 ist es schon etwas spät mit der Imkerei zu starten und es müssen auch noch Gerätschaften eingekauft
werden.
Ich habe mich schon seit einer ganzen Weile mit dem Thema "Imkern" beschäftigt, viel gelesen, einige Vorträge von Fachleuten (Thomas Radetzki oder Dr. Pia Aumeier) besucht.
Publikationen von den Imker-Meistern studiert und eine erste Übersicht zur Imkerei bekommen.
Da ich jetzt nicht mehr im Arbeitsleben eingebunden bin, habe ich neben Frau, Haus und Garten auch genügend Zeit ein neues Hobby anzufangen.

Einige Informationen, die ich so bekommen habe, sind doch etwas "komisch", wenn ich mal genau überlege.

Beispiel - Kleidung... wie die "Experten" überall erzählen oder sogar schreiben in ihren Publikationen, sollte so ausgelegt sein das der Bien alleine schon dadurch nicht allzuviel erregt wird.
Es soll helle (weiße) Kleidung, so wie (teuer) im Handel angeboten, verwendet werden. Ja gut, irgendwie verständlich... nur wenn dann die "Experten", auf Lehrvideos oder bei Lehrgängen zum Beispiel, in dunkelen Hosen, sogar noch mit dunkelen Hemden (T-Shirt - "Ich bin Imker.. aus Leidenschaft"), als "Vorbild" für Neuimker auftreten und an den Beuten hantieren.... kann etwas nicht stimmen.
Diese Leute wissen es doch besser, reden doch fortlaufend davon.
Sie nennen sich sogar - Imker-Meister. Wie soll ein "Lehrling" (Neuimker) denn da eine ordentliche Einstellung zum Umgang mit Bienen richtig lernen ?
Erklären und Handeln sollten dann doch wohl stimmig sein - oder ?

Beispiel - Umgang mit Bienen... schreiben "Experten" immer sehr umfangreiche Erklärungen dazu.
Wenn man dann (diese) Experten sieht und erlebt, kommen Zweifel an ihre Empfehlungen auf. Sie selbst handeln zum Teil immer gegen ihre publizierten Beschreibungen. Ein ruhiger Umgang mit den Bienen wird manchmal gar nicht praktiziert, bei Schulungen von Jungimkern zum Beispiel.
Es schaut da schon manchmal so aus, das die Imker-Meister recht unvorbereitet zu Schulungen an die Beuten kommen. Deckel abhehmen... wohin damit ?
Auf eine benachbarte Beute legen.. ne.. einfach auf den Boden "werfen".
Folie "abreisen", muss man ja - hat ja keine bessere Folie für die Abdeckung von Zargen gefunden - eine die NICHT festgeklebt werden kann - obwohl es diese Folie gibt.
Rauch aufblasen (man kündigt sich ja an bei den "Damen")... "hier euer geliebter Waldbrand, den ihr ja so toll findet".
Das solch eine wiederkehrende Behandlung auch Stress auslösen kann steht außer Zweifel.
Zarge hochgebrochen... und auf... tja wohin... auf das Abdeckblech der Beute (im hohen Gras) stellen.
Rämchen "rausbrechen" (geht ja wieder nicht anders) anschauen... und wohin damit ? Da wird das Rähmchen (mit Bienen drauf) ins Gras gestellt... und das nächste Rähmchen gezogen. Bienen halten ihre Waben, eigentlich den ganzen Innenraum der Beute peinlich sauber, wird in den "Fachbüchern" (von den Imker-Meistern) immer beschrieben. Da kann der "Imker" die Inneneinrichtung ja ruhig mal in den "Dreck" (Gras) stellen.
Solchen Umgang mit dem Bien hätte ich eigentlich von Imker-"Meistern" NICHT erwartet. Auch für interessierte Jungimker kann ein solcher Umgang mit den Bienen wohl eher nicht als Anleitung dienen.

Beispiel - Beuten... wie die "Experten" überall erzählen und schreiben, sollten sie dem Bien eine sichere und möglichst stressfreie Behausung bieten.
Ja ok... nur wenn ich dann so einige Beuten und deren Stellplätze sehe kann da auch etwas nicht stimmen.
In den Jahren so 1960 bis 1980, wo noch Korb-Imkerei weit verbreitet war und die "Behausung" aus Stroh, überzogen mit einem Gemisch aus Kuhdung und Lehm bestand, standen KEINE Körbe ohne Schutz (Überdachung) im Gelände.
Ich habe damals bei meinen Besuchen der Heide niemals Körbe - einfach so (ohne Schutz) stehen sehen. Alle Schutzmaßnahmen waren damals so ausgelegt das ein Wetter- und Windschutz vorhanden war. Es wäre sicherlich auch nicht ratsam gewesen solche Bienen-Körbe einfach frei aufzustellen, schon wegen Stroh und Kuhdunggemisch nicht. Diese Körbe hätten Tage mit regnerischem Wetter nicht lange überstanden.
Die "Imker" waren damals zumeißt "einfache Leute" die keine Handbücher oder Lehrvideos zu Verfügung hatten und doch recht
erfolgreich, über Jahre hinweg, Bienen pflegten.
Irgendwie müssen sie es früher ja richtig gemacht haben.
Heute gibt es (zum Glück) so viel bessere Materialien um Beuten zu bauen und auszustatten. Allerdings werden da auch einige Einzelheiten etwas "komisch" gehandhabt.
Beuten aus (wasserverleihmten) Holz oder Kunststoff sind gut.
Abdeckungen aus Blech... ich weiß nicht. Ein Blech, auf die Beute gelegt, mit einem Stein beschwert und diese Beute dann ins freie Feld gestellt, unter Bäumen womöglich, kann NICHT gut sein.
Hat dieser "Imker" schon einmal seinen Kopf in eine dieser (leeren - ohne Bien) Beuten gesteckt... bei Regen draußen ?
In solch einer "Behausung" möchte KEIN Imker leben... müssen.
Es werden keine verfügbare Materialien verwendet um dieses "Trommelfeuer" auf dem Blechdach zu verhindern. Dieses "Dach" ist, verstärkt durch die Auflage eines Steines, fest auf den Rahmen der Beute gepresst, was eine Übertragung von Geräuschen noch zusätzlich unterstützt und auf den ganzen Bau dieser Beute überträgt. Alle Bauteile dieser "Behausung" sind ja "fest" (mit Propolis) verbunden und bilden eine Einheit. Dann noch - unter Bäumen, wo sich Regen noch nachhaltiger bemerkbar macht, kann KEIN guter Standplatz sein, wenn es keine zusätzliche Abschirmung gibt.
Tiere, die Erschütterungen wahrnehmen, finden Erschütterungen über längerem Zeitraum bestimmt NICHT "lustig". Könnte zu Dauerstress der Tiere führen.
Wenn der "Imker" mal zu Hause, Nachts wenn alles schäft, ein leises (unbekanntes) Geräusch hört, was womöglich auch vom Dach auf das Mauerwerk übertragen wird hört, schläft dieser Mensch bestimmt NICHT einfach. Kleinste Geräusche können da schon zu Schlaflosigkeit führen... oder ?
Solche Überlegungen scheinen bei (einigen) Imkern gar nicht in Betracht zu kommen... oder ?

So gibt es verschiedenste Dinge in der Imkerei die man wohl überdenken sollte um sie besser zu machen, auch wenn sie von den "Meistern" (im Moment noch) anders vorgemacht werden.

Schlecht (falsch womöglich) gehaltene (Tiere) Bienen können wohl NIE ihr optimales Wohlbefinden und Leistungen erreichen.
Optimale Pflege, auch wenn schwerer zu erreichen, sollte doch oberstes Ziel eines jeden Imkers sein... oder ?

Liege ich jetzt mit meinen Ansichten (völlig) falsch ?
Sollte man (immer) so weitermachen wie "schon immer", oder aber Neuerungen, in Material und Ansichten ruhig überdenken und eventuell auch verwenden ?

Ich möchte gerne ein fähiger (Hobby)Imker werden und möglichst auch von Imkern lernen die einen naturnahen Umgang mit Bienen pflegen.

Mich würde jetzt doch einmal interessieren ob es Imker gibt die mir,
durch ihre Erfahrungen über Jahre mit ihren Bienen, bei offenen Fragen helfen könnten.

In der Hoffung in naher Zukunft hier einige Informationen zu bekommen, verbleibe ich mit einem freundlichen Gruß

Imker2015



[Imker2015, 02.04.2015]

© Freier Imkerverband 2005