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Bienen stören Raupen beim Fressen


Bienen stören Raupen
Einem Forscherteam der Universität Würzburg ist eine interessante Entdeckung gelungen: Sie haben festgestellt, dass Bienen bei gefräßigen Raupen derart großen Stress verursachen, dass die Raupen deutlich weniger Appetit haben. Das könnte nach Ansicht der beiden Forscher, Jürgen Tautz und Michael Rostas, in Zukunft auch für den Landbau genutzt werden. Über die raffinierte Methode, den hungrigen Tieren Einhalt zu gebieten, berichten die Forscher in der neuen Ausgabe des Fachblatts "Current Biology".

"Meist sind es dicke Schmetterlingsraupen, die sich an den Blättern von Kohl oder Salat gütlich tun. Die proteinreichen Raupen selbst sind aber auch begehrtes Futter von Faltenwespen", erklärt Rostas. Um nicht sofort Opfer der Wespen zu werden, sind die Raupen mit feinsten Sinneshärchen ausgestattet, die sie Luftbewegungen, die beim Herannahen von Wespen entstehen, spüren lassen. "Die Raupen lassen sich dann auf den Boden fallen oder bleiben regungslos sitzen. So sind sie außer Gefahr, denn die Wespen jagen nur Beute, die sich bewegt", erklärt der Forscher.

Im Laborversuch haben die beiden Wissenschafter jetzt nachgewiesen, dass die Raupen nicht zwischen Wespen und Bienen unterscheiden können. Honigbienen haben in etwa die gleiche Körpergröße und auch die gleiche Flügelschlagfrequenz wie Faltenwespen. "Bienen sind keine Feinde der Raupen, stören sie aber bei der Nahrungsaufnahme massiv." Als Folge davon fressen die Raupen bis zu 70 Prozent weniger Blattmasse als jene Raupen, die "bienenfrei" leben. "Das bedeutet, dass Bienen den Raupenbefall dadurch reduzieren. Die Erkenntnis, dass Bestäuber Einfluss auf die pflanzenfressende Arten und damit indirekt auf die Pflanze haben, ist völlig neu", erklärt der Forscher.

Für den Versuch platzierten die Forscher im Würzburger Botanischen Garten zwei große Käfige, in denen Paprika und Sojabohnen wuchsen. Beide Käfige bestückten sie mit den Raupen eines Eulenfalters, der bei Gemüsebauern als extremer Schädling gilt. In einem Käfig durften die Raupen ungestört fressen, in den anderen ließen die Wissenschafter Honigbienen einfliegen, die dort eigens für sie platzierte Futterstellen besuchten. Der Flugverkehr störte die Raupen so sehr, dass sie bis zu zwei Drittel weniger Blätter vertilgten, als die Raupen in dem anderen Käfig. Im kommenden Jahr wollen die Forscher nun untersuchen, ob sich Gärtner oder Landwirte diesen Effekt zunutze machen können.



[biene, 25.12.2008]

© Freier Imkerverband 2005